Der Bau

von und mit Max Simonischek

            Foto: Rechte bei Max Simonischek

Am 3. Juni 2024 jährt sich der Todestag des Schriftstellers Franz Kafka zum hundertsten Mal. Die Reinhold Otto Mayer Stiftung möchte dazu beitragen, die Erinnerung an diesen großartigen deutschsprachigen Schriftsteller und sein literarisches Vermächtnis wachzuhalten. Daher fördert die Stiftung fünf Vorstellungen von Der Bau von und mit Max Simonischek nach der Erzählung von Franz Kafka am Schauspiel Stuttgart.

Kafkas Erzählfragment Der Bau handelt von einem Tierwesen, das sich zum Schutz vor Feinden und äußeren Gefahren einen festungsartigen, labyrinthischen Bau errichtet hat und diesen versucht, zu perfektionieren. Der Bau „ist das Protokoll einer unterirdischen Welt, in der Glück und Paranoia eng verschwistert sind. Er beschreibt eine Art Menschentier, eben ein kafkaeskes, denkendes Tier. Das Wesen lebt in einem gedanklichen Kreuzzug, im permanenten Ausnahmezustand, gerichtet gegen die Außenwelt, gegen mögliche Eindringlinge, gegen das Fremde. Das kleinste Geräusch ist Maximal-Stress für den Erschaffer. Der Bau ist eine Parabel über die Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, indem sie diese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas treiben die Konsequenzen ihres Handelns und Denkens die Wesen, Tiere, Menschen, Männer unerbittlich vor sich her, meist verlassen von jeglichem Realitätssinn.“
Quelle: Schauspiel Stuttgart
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„Angesichts der zeitgenössischen Bemühungen, den Spielraum der Sprache entweder einzuengen oder sie mit Verantwortung zu überfordern, erscheint es mir dringend nötig, das Wort auch im Theater wieder ernst zu nehmen und Sprache als zentrales Mittel der menschlichen Verständigung hochleben zu lassen. Denn das Reich einer lebendigen Sprache ist die Demokratie.“
 
Max Simonischek


            Foto: Emanuel Kaser

Max Simonischek, geboren in Berlin, absolvierte seine Schauspielausbildung am Mozarteum in Salzburg. Engagements erhielt er u. a. am Wiener Burgtheater, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger und den Bregenzer Festspielen, am Maxim Gorki Theater, am Schauspiel Stuttgart und Schauspiel Frankfurt sowie am Deutschen Theater Berlin. Er arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Andreas Kriegenburg, Armin Petras, Andrea Breth, Stephan Kimmig, Johan Simons, Karin Henkel und Jan Bosse zusammen. Neben Lesungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, steht er regelmäßig für Film und TV vor der Kamera, so zum Beispiel in den Kinofilmen Der Verdingbub, Am Hang, Akte Grüninger, Desaster, Die Göttliche Ordnung und Zwingli sowie der ZDF Thrillerserie Laim. 2015 inszenierte und spielte Max Simonischek erstmals am Zürcher Neumarkt Theater Kafkas Der Bau, den er in der Folge u. a. am Burgtheater Wien, den Salzburger Festspielen, am Schauspiel Frankfurt und am Landestheater Innsbruck zur Aufführung brachte. Max Simonischek erhielt für seine Theaterarbeiten den Wiener Theaterpreis Nestroy (Publikumspreis) und den Friedrich-Luft-Preis für die beste Berliner Inszenierung. Für seine Filmarbeiten erhielt er den Deutschen sowie den Schweizer Fernsehpreis sowie zwei Nominierungen zum Schweizer Filmpreis als Bester Hauptdarsteller.

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